Der Schildkrötentanz Okú-hyárêWie Awonawilona Himmel und Erde erschuf Kurzbeschreibung Im Januar feiern die Tewa-Indianer Okú-hyárê (den Schildkrötentanz) zu Ehren des Gotts Awonawilona, der Himmel und Erde erschuf. Die Feier ist nach den verwendeten Rasseln aus Schildkrötenpanzern benannt. Lesen Sie mehr dazu im Compendium Mystica - einer Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen. Compendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Der Schildkrötentanz Okú-hyárê - Wie Awonawilona Himmel und Erde erschuf

Im Januar feiern die Tewa-Indianer aus New Mexico Okú-hyárê (den Schildkrötentanz) – der Tanz ist nach den verwendeten Rasseln benannt, die aus Schildkrötenpanzern gefertigt werden. Die Feier erinnert daran, wie der Schöpfergott Awonawilona Himmel und Erde erschuf, und soll den Winter austreiben.

Die Tewa-IndianerKurzbeschreibungHier erfahren Sie mehr über diesen IndianerstammCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Die Tewa-Indianer leben in der Nähe des Flusses Rio Grande im amerikanischen Bundesstaat New Mexico. Der Stamm ist in zwei religiöse Gruppen eingeteilt, die bei den Zeremonien die beiden Jahreszeiten Sommer und Winter repräsentieren. Jede Gruppe hat einen eigenen Anführer (Kazike) und besitzt einen eigenen unterirdischen Zeremonienraum (Kiva). Der Sommer-Kazike heißt Pányooke-sêndo (starker alter Mann des Sommers) und versammelt seine Mitglieder im Kürbis-Kiva (Pó-ţêê). Der Winter-Kazike wird Oyíke-sêndo (starker alter Mann des Eises) genannt und ihm gehört das Frost-Kiva (Oyêgi-ţêê).

Der Winter-Kazike ist außerdem der Kósa-sêndo (Anführer) der Kósa, die als heilige Narren das Publikum mit Scherzen unterhalten und die aufgrund der sexuellen Freizügigkeit, die sie im Stamm genießen, für Fruchtbarkeits- und Regenzauber zuständig sind. Die Kósa bemalen ihren Körper weiß und ziehen konzentrische schwarze Streifen rund um ihren Oberkörper und ihre Gliedmaßen, außerdem malen sie schwarze Kreis um ihre Augen und ihren Mund. Außer ihrer Bemalung und einem Lendentuch bleiben sie nackt und tragen nur einen Kopfschmuck mit Büffelhörnern.

Der Schildkrötentanz Okú-hyárêKurzbeschreibungInfos zur Überschrift: Der Schildkrötentanz Okú-hyárêCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Der Tanz der Schildkröte feiert die Schöpfung der Welt und soll außerdem den Winter vertreiben und um Regen und ein fruchtbares neues Jahr bitten. Zwei Tage vor der Feier wählt der Stammeshäuptling Männer aus dem Winter- und aus dem Sommer-Kiva als Tänzer für das Ritual aus, das aus 4 Auftritten besteht – bis zum Fest trainieren diese die Gesänge und Tänze gemeinsam im Sommer-Kiva.

Das Neujahrsfest Wepet-RenpetIsis, Osiris, Amun und Thot: Die Götter der Zeit Kurzbeschreibung Im alten Ägypten wurde zum Neujahrsfest Wepet-Renpet die Wiederauferstehung des Gotts Osiris gefeiert und zusammen mit den drei Göttern Isis, Amun und Thot wurden verschiedene Aspekte der Zeit verehrt. Lesen Sie mehr dazu im Compendium Mystica - einer Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen. Compendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Das Neujahrsfest Wepet-Renpet - Isis, Osiris, Amun und Thot: Die Götter der Zeit

Sobald der Stern Sirius wieder sichtbar war begann in Ägypten das Neujahrsfest Wepet-Renpet. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Auferstehung von Osiris als Beginn der Nilüberflutungen gefeiert und es wurden vier Aspekte der Zeit verehrt, für die Osiris zusammen mit den Göttern Isis, Amun und Thot stand.

Wepet-Renpet - das Neujahrsfest im alten ÄgyptenKurzbeschreibungInfos zur Überschrift: Wepet-Renpet - das Neujahrsfest im alten ÄgyptenCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Wepet-Renpet lag in der warmen Jahreszeit Schemu - der genaue Zeitpunkt des Beginns des Fest wurde vom Stern Sopdet (Sirius) bestimmt: Sopdet befindet sich von Mitte Mai an nahe der Sonne und ist daher von Ägypten aus nicht am Nachthimmel zu sehen. Sobald Sopdet knapp vor der Dämmerung am Morgen aufgeht und daher zum ersten Mal wieder sichtbar ist, wurde der Festtag Peret Sopdet (Erscheinen des Sopdet) gefeiert.

Peret Sopdet bezeichnete zugleich den Beginn des Neujahrsfest Wepet-Renpet, dessen Name "Öffner des Jahres" bedeutet. Wepet-Renpet dauerte vom Peret Sopdet bis zum ersten Tag des Folgemonats, der zugleich der erste Monat des neuen Jahrs war. In diesem Zeitraum setzte dann auch Achet, die jährliche Phase der Nilüberschwemmungen, ein. Da Wepet-Renpet somit im letzten Monat des alten Jahres lag, wurde dieser Name später auch für diesen Monat verwendet.

Das Neujahrsfest Wepet-Renpet war eng mit dem Osirismythos verbunden, in dem die Gottheiten Isis und Osiris (und in einem geringeren Maße auch der Gott Thot) eine Rolle spielten. Dieser Mythos beschäftigte sich mit der Auferstehung Osiris, die sich in der Welt durch das Auftreten der so wichtigen Nilüberschwemmungen und der damit verbundenen Fruchtbarkeit zeigte und die außerdem am Sternenhimmel durch den Lauf von Orion (als Symbol für Osiris) und Sirius (als Symbol für seine Gemahlin Isis) beobachtet werden konnte.

Osiris wurde als heiliges Tier der Widder zugeordnet und dieser galt als eine Erscheinungsform des widderköpfigen Furchtbarkeitsgotts Amun - so löste die Wiederauferstehung von Osiris die Nilüberflutungen aus und sein Widder machten das Land fruchtbar. Während Wepet-Renpet wurden naben dem Jahresbeginn auch vier göttliche Aspekte der Zeit gefeiert, die durch Isis, Osiris, Thot und Amun verkörpert wurden: Osiris symbolisierte dabei zyklische Zeitabschnitte, Amun die lineare Lebenszeit und Isis das ewige Leben im Totenreich. Thot schließlich war für die Einteilung der Lebenszeit in einzelne Abschnitte (wie z.B. die Monate) zuständig.

Der Osirismythos und sein Bezug zum Neujahrsfest Wepet-RenpetKurzbeschreibungInfos zur Überschrift: Der Osirismythos und sein Bezug zum Neujahrsfest Wepet-RenpetCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Der Osirismythos erzählt, wie der ägyptische Gott Osiris ermordet und von seiner Schwester und Gemahlin Isis wiederbelebt wurde: Osiris Bruder Seth ließ einen großen geschmückten Holzkasten nach den Maßen von Osiris anfertigen und bot auf einem Fest diesen Kasten als Geschenk für denjenigen an, der genau hineinpassen würde. Alle Gäste versuchten es, doch ihre Größe stimmte nicht mit dem Holzkasten überein. Als sich dann als letzter Osiris in den Kasten legte, ließ Seth den Holzsarg schnell schließen, mit Blei versiegeln und in den Nil werfen.

Isis begann nach diesem heimtückischen Mord die Leiche ihres Manns zu suchen und konnte den Sarg auch aufspüren und bergen. Als Seth dies erfuhr, raubte er den Holzkasten, zerstückelte Osiris Leiche und warf die Einzelteile in den Nil, der sie über das ganze Land verteilte.

Isis gab aber nicht auf und suchte und fand alle Leichenteile. Um vor weiteren Angriffen durch Seth geschützt zu sein, ließ sie die Leichenteile von den Göttern Hapi, Amset, Duamutef und Kebechsenuef bewachen, während sie Osiris Leiche wieder zusammensetzte und ihn mit ihrer Magie wiederbelebte.

Das Inkafest Coya RaymiEin Ritual für den Sonnengott Inti/die Mondgöttin Killa Kurzbeschreibung Beim Inkafest Coya Raymi sollte ein Ritual zu Ehren des Sonnengotts Inti die Loyalität der Provinzen des Inkareichs sichern und die Verehrung der Mondgöttin Killa eine gute Ernte ermöglichen. Lesen Sie mehr dazu im Compendium Mystica - einer Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen. Compendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Das Inkafest Coya Raymi - Ein Ritual für den Sonnengott Inti/die Mondgöttin Killa

Beim Inkafest Coya Raymi sollte ein Ritual zu Ehren des Sonnengotts Inti die Loyalität der Provinzen des Inkareichs sichern und die Verehrung der Mondgöttin Killa eine gute Ernte ermöglichen - unter anderem erhielten die heiligen Gegenstände der Provinzen einen Ehrenplatz in der Hauptstadt Cusco.

Die Jahresfeste der InkasKurzbeschreibungInfos zur Überschrift: Die Jahresfeste der InkasCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Der Kalender der Inka wurde durch die zwei Sonnenwenden und die zwei Tagundnachtgleichen im Jahr unterteilt, da die Inka sehr auf den Rhythmus der Natur und der Landwirtschaft geachtet haben. Es wurden daher im Jahreszyklus vier große Feste gefeiert: Zur Tagundnachtgleiche im Frühjahr Pawkar Raymi (Das Blütenfest), zur Wintersonnenwende Inti Raymi (Das Fest der Sonne), zur Tagundnachtgleiche im Herbst Coya Raymi (Das Fest der Königinnen) und zur Sommersonnenwende Capac Raymi (Das Große Fest).

Coya RaymiKurzbeschreibungInfos zur Überschrift: Coya RaymiCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Das Fest Coya Raymi ist vermutlich älter als die Kultur der Inka – sie dürften es von den Quitu-Cara übernommen haben, als sie diesen indigenen Stamm eroberten.

Beim Coya Raymi spielte die Frau des Inka-Herrschers eine große Rolle und es wurde eine rituelle Reinigung (Situa) des gesamten Inkareichs durchgeführt. Zu Beginn der Feierlichkeiten brachten die Curacas (die Herrscher der Provinzen des Inkareichs) und die Priester alle Huacas (heiligen Gegenstände) ihrer Region zur Hauptstadt des Inkareichs Cusco, wobei sie die Stadt noch nicht betreten durften. Alle Fremden und Kranken mussten Cusco verlassen und während ihrer Abwesenheit wurde Cusco rituell gereinigt, indem die Krankheiten symbolisch von vier Gruppen von jeweils 100 Kriegern aus der Stadt getragen wurden. Vom Stadtplatz Huaycapata aus verließen die vier Gruppen die Stadt in die vier Himmelsrichtungen des Inkareichs Tahuantinsuyu. Die Gruppen sangen und trugen dabei Fackeln, die sie an Nicht-Inkas übergaben, die die Fackeln zu Flüssen trugen, in denen sie badeten und die Fackeln dabei ablegten. In diese Flüsse wurden von den Frauen der Curacas Blumen und Kräuter gestreut, die den Badenden spirituelle Reinigung und Harmonie vermitteln sollten. Auf diese Art wurde alles Übel und Unglück aus dem Land über die Flüsse in den Ozean übertragen.

TriquetaEin Symbol für die Zahl Drei Kurzbeschreibung Unter einer Triqueta versteht man ein dreifaches Knotenmuster, welches man bei den Kelten, in Asien und bei den Wikingern findet und das als altes Symbol für die Zahl Drei steht. Lesen Sie mehr dazu im Compendium Mystica - einer Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen. Compendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Triqueta - Ein Symbol für die Zahl Drei

Unter einer Triqueta versteht man ein Knotenmuster, das als Symbol für die Zahl Drei steht - das Wort ist vom lateinischen Wort triquetrus abgeleitet, das "mit drei Ecken" bedeutet. Eine Triqueta hat die Form eines gleichschenkligen Dreiecks, wobei die Ecken des Dreiecks durch Bögen verbunden sind.

Die keltische TriquetaKurzbeschreibungInfos zur Überschrift: Die keltische TriquetaCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Die Triqueta ist vor allem in der keltischen Kunst auf Großbritannien weit verbreitet und findet sich z.B. auch im Book of Kells, einem berühmten christlichen Werk aus dem 9. Jahrhundert, das in Großbritannien oder Irland verfasst wurde und viele typisch keltische Abbildungen enthält.

Die ursprüngliche Bedeutung des Musters ist schwer zu bestimmen, da die Kelten ihre Knotenmuster als dekorative Elemente ohne weitere Erklärungen verwendet haben. Ab der Christianisierung findet man die Triqueta auch häufig auf keltischen Kreuzen und das Symbol wird von den Mönchen als Zeichen für die Dreifaltigkeit übernommen. Es ist daher durchaus wahrscheinlich, dass es ursprünglich für die dreifache keltische Göttin stand.

Die Triade der keltischen dreifachen Göttin besteht aus der jungfräulichen Göttin Blodeuwedd, der Göttin des Abendrots Arianrhod und der weisen alten Göttin ohne Namen. Im modernen Wicca findet sich die Göttin als dreifaltige Verbindung von Jungfrau, Mutter und weiser Alte bis heute. Die dreifache Göttin beinhaltet so alle typisch weiblichen Energien und Eigenschaften wie die Geburt von Neuem, das Nähren und Großziehen und die (in diesem Fall weibliche) Weisheit im Alter.

Aufgrund ihrer sehr weiblichen Symbolik findet sich die Triqueta vor allem in Irland bis heute als Symbol auf Schmuckstücken, die man einer Geliebten als Verlobungsgeschenk überreicht, wie z.B. auf Ringen und Armreifen.

Die Triqueta in AsienKurzbeschreibungInfos zur Überschrift: Die Triqueta in AsienCompendium Mystica • Eine Enzyklopädie zur Mystik und zu altem Wissen

Obwohl die Triqueta in Europa ein primär keltisches Symbol ist, findet man dieses Zeichen auch in anderen Kulturen. In Japan wird das Symbol Musubi Mitsugashiwa genannt und findet dort in sog. Kamons Verwendung. Das Wort Ka bedeutet dabei Familie und Mon steht für Wappen - es handelt sich also um Familienwappen, die früher vom japanischen Adel in der Schlacht geführt wurden, und die im modernen Japan gern auf Kimonos getragen werden.