Ringe gibt es heute sowohl für die Finger als auch für die Zehen und sie sind eines der weit verbreitesten Schmuckstücke, die man in nahezu jeder Kultur findet. Dabei blicken die Ringe auf eine weitreichende Geschichte zurück...
Die ältesten bekannten Ringe wurden vor mehr als 21.000 Jahren gefertigt. Natürlich wurden damals noch andere Materialien verwendet als heute, wie beispielsweise Mammutelfenbein. In den Anfängen wurden Ringe aus sehr einfachen Materialien wie Stein, Pilze und Holz hergestellt. In den späteren Jahren wurden sie dann auch aus Eisen, Bronze und den verschiedensten Edelmetallen gefertigt, wobei diese Metalle bis heute zur Herstellung von Schmuck verwendet werden.
In der Geschichte war der Ring nicht nur als Schmuckstück gebräuchlich, sondern diente zudem als Zahlungs- und Tauschmittel. Das so genannte Ringgeld zählte zu den Zahlungsmitteln vor den Münzen. Ringe hatten und haben die unterschiedlichsten Bedeutungen. Sie dienten beispielsweise als Herrschaftssymbol, wurden für rituelle Zwecke verwendet oder machten eine Zuordnung des Trägers in eine der verschiedenen Glaubensgemeinschaften möglich. Der Ehering hat bis heute nichts von seiner Bedueutng verloren. Durch den Austausch der Ringe wird das Versprechen der Liebe zwischen den beiden Menschen besiegelt. Die geschlossene, kreisförmige Form des Rings steht dabei als Symbol für die Ewigkeit. Bereits in der Antike wurden Trauringe getragen. Aus der Renaissance ist außerdem der so genannte Giftring bekannt, der zu dieser Zeit viel Verwendung fand, um zur eigenen Machterhaltung Gegner aus dem Weg zu räumen. Mit dem Siegelring schließlich konnte sich der Träger als Person eines bestimmten Standes auszeichnen und Schriften und Briefe als authentisch versiegeln. Bis heute spielen Ringe im Bereich des Glaubens eine Rolle und viele Nonnen tragen noch heute einen so genannten "Nonnenring", der sie als "Braut Christi" auszeichnet.
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