Seit jeher ist Gold das beliebteste und auch eines der teuersten Materialien, aus dem Schmuck hergestellt werden kann. Es fasziniert durch seinen warmen Farbton und seine Beständigkeit...
Da reines Gold viel zu weich wäre, wird Goldschmuck immer aus Goldlegierungen hergestellt. Im Gegensatz zu dem reinen Edelmetall, welches sich an der Luft nicht verändern würde, kann Goldschmuck daher im Laufe der Zeit anlaufen oder oxidieren. Dieser Oxidationsvorgang kann sich durch den Hautkontakt beim Tragen des Schmucks noch verstärken. Generell gilt natürlich, dass Goldlegierungen umso schneller anlaufen, je weniger reines Gold sie enthalten. 333er Gold oxidiert daher z.B. schneller als eine 585er Legierung. Das Anlaufen des Schmucks ist aber natürlich kein echtes Problem, da sich das Gold leicht wieder auf Hochglanz polieren lässt.
Bei den Goldlegierungen sind 333, 585, 750 und 900er Legierungen in der Schmuckherstellung üblich, wobei die Zahl angibt, wieviel Teile Gold auf Tausend Teile Legierung entfallen. So enthält eine 900er Legierung 900 Teile reines Gold und 100 Teile andere Metalle und ist durch seinen hohen Goldgehalt bereits relativ weich. Die Angabe der Goldmenge in Karat ist heutzutage nicht mehr üblich und diese Einheit wird nur noch als Gewichtsangabe bei Edelsteinen verwendet.
Die Farbe einer Goldlegierung wird durch die beigefügten Metalle bestimmt: Weißgold besteht z.B. aus Gold, etwas Kupfer und viel Silber, Gelbgold enthält zusätzlich Zink. Rotgold besteht aus Gold und Kupfer und Grüngold wird aus Gold, Silber und Cadmium legiert.
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