Das messingfarbene Mineral Pyrit überzieht Fossilien oft oberflächlich mit einer goldfarbenen Hülle oder durchdringt sogar das komplette Fossil und ersetzt sein ursprüngliches Gestein.
Das Mineral Pyrit wird aufgrund seiner messinggelben Farbe, seinem metallischen Glanz und seinem hohen Gewicht oft für Gold gehalten und heißt daher auch Katzen- oder Narrengold. Der Name Pyrit stammt aus dem Griechischen und bedeutet Feuerstein, da dieses Mineral Funken schlägt, wenn man zwei Stücke aufeinander klopft.
Häufig werden Fossilien in Sedimentgesteinen an ihrer Oberfläche pyritisiert oder sogar vollständig durch dieses Mineral ersetzt. So entstehen golden glänzende Fossilien wie die als Goldschneckerl bezeichneten Ammoniten, die in Bayern und Mittelfranken in manchen Jura-Tongruben gefunden werden können. Beim Vorgang der Pyritisierung bilden sich an der Oberfläche der Fossilien sog. Kristallisationskeime, an denen sich im Laufe der Zeit immer mehr von dem Mineral anlagert. Oft wuchert der Pyrit dabei über die eigentliche Form des Fossils hinaus und es entstehen so Fundstücke, die wie fehlerhafte Nebenprodukte aus einer Gussfabrik wirken. Aufgrund ihrer goldähnlichen Farbe und des schönen Glanzes sind pyritisierte Fossilien bei Mineraliensammlern sehr gefragt und beliebt.
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